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Ein Instrument aus der Zeit Schuberts… eher als ein modernes Instrument ?
Klassische Werke auf einem Instrument ihres Zeitalters zu interpretieren erlaubt das Wesen der Stücke zurückzufinden.
Das Ziel der Komponisten war nicht unbedingt das Rezital. Das Hammerklavier (Pianoforte oder Fortepiano) bietet die Intimität an, die uns bei dem grossen Konzertflügel fehlt. Besonders ist das bei Schubert der
Fall, da er kein Virtuose
war.
Freude,
Glück und Poesie !
Hier,
zusammengefasst in drei Wörter, die Erregungen die Einem beim
aufmerksamen Zuhören dieser Sonate in D-Dur entstehen !
Aus ihrer tiefen
Kenntnis des Komponisten bietet Trudelies Leonhardt uns diese verschiedenen
Stimmungen abwechselnd an.
Wie ein Impressionist malt
sie mit feinen Färbungen des Anschlags.
Trudelies Leonhardt macht sich zu Schuberts Komplizin, indem sie heftige Oktaven- und Fortepassagen zarte perlende Noten-wie-Regentropfen entgegen
stellt.
Alles
fliesst hier so natürlich und einfach, dass man die für die Interpretation der
grossen Sonaten von Schubert verlangte Virtuosität vergisst.
Schubert enthüllt sich nicht jedem; seine Zurückhaltung, seine Verschwiegenheit verlangt vom Interpreten eine
Introspektion.
Ich kenne keinen anderen Pianisten, keine andere Pianistin die Schuberts Botschaft in so hohem Masse verstanden
hat.
« Trudelies Leonhardt spielt wie damals »
Sie gehört nicht zur grossen Zahl der Pianisten, die alle Schubert auf gleicher Weise interpretieren und hie und da kleine Nuancen hinzufügen.
Bei Trudelies Leonhardt ist es anders : man wird ins 19. Jahrhundert zurück versetzt.
Wenn Sie die vollkommene Klangfülle unserer modernen Instrumente und die oft geschmacklosen, monotonen Spielarten bevorzugen, dann ist diese Platte nicht für
Sie.
Wenn Sie aber die authentische Botschaft, die wie gesprochenen Phrasen, das Verborgene, das geflüsterte Vetrauen und das atemlose Lachen vorziehen, dann ist diese Platte ohne zögern für Sie !
Henri De Bruyn
Wie
immer zwei Auszüge und wie immer viel zu kurz !
Noch
eine Platte die man nicht entkommen lassen darf !
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Schubert
Sonate in D-Dur D850
Allegro -Satz 1
(Auszug)
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